Schwalben sind bei uns Sympathieträger und sie gelten als Sommerboten. Schwalbennester direkt am eigenen Haus sind jedoch nicht beliebt, da sich Kothäufchen auf Fensterbrettern und auf dem Boden ansammeln. Auch Ställe werden häufig für sie verschlossen - aus falsch verstandener Hygiene und bei Bau- und Renovierungsmaßnahmen sind ihre Nester häufig einfach im Weg oder stören.
Hinzu kommt, dass der Bestand an Insekten immer weiter abnimmt und diese brauchen sie als Nahrung, die sie im Fluge geschickt erbeuten können. Auch der Nestbau wird immer problematischer, da immer mehr Flächen versiegelt werden und Pfützen mit Lehm immer seltener zu finden sind. Daher ist es nicht verwunderlich, dass ihr Bestand abnimmt.
Ähnliches gilt auch für die Mauersegler. Auch diese sind auf Fluginsekten als Nahrung für sich und ihren Nachwuchs angewiesen.
In Offenbach und Mühlheim sind wir in der glücklichen Lage, tatsächlich noch Mehl- und Rauchschwalben zu haben. Es ist jedoch notwendig, die Bestände zu erfassen, die Bestandsentwicklung zu verfolgen und bei Veränderungen zu beraten und zu begleiten. Oft ist zum Beispiel nicht bekannt, dass durch das Anbringen von Kotbrettern die Schmutzproblematik deutlich entschärft werden kann.
Dies ist eine umfangreiche und herausfordernde Aufgabe, die von den bereits Aktiven nicht nebenbei erledigt werden kann. Daher sind wir ausgesprochen glücklich, dass sich unser Mitglied Frau Margarete Hartmann bereit erklärt hat in Zukunft diese Arbeit zu leisten. Vielen Dank dafür.
Momentan sind zwar die meisten Schwalben schon auf dem Weg in ihre Winterquartiere. Wer jedoch Schwalbennester an seinem Haus hat, oder weiß wo welche sind, kann dies uns gerne jetzt schon mitteilen. Dies betrifft auch Mauersegler. Im Sommer sind auch Mauersegler über Offenbach und Mühlheim zu sehen und ihre schrillen Rufe zu hören. Wo sie jedoch nisten, ist unserer NABU Gruppe völlig unbekannt.
Hier nun die E-Mail-Adresse, an die die Standorte von Nestern von Schwalben und Bruthöhlen von Mauerseglern in Offenbach und Mühlheim gemeldet werden können: Schwalbenschutz@nabu-muehlheim.de
Die Erfassung, aber auch das Erkennen geeigneter Nistmöglichkeiten von Mehl- und Rauchschwalbennestern, aber auch Mauerseglernistplätze in den einzelnen Stadtgebieten oder Stadtteilen ist eine stadtökologisch wertvolle Aufgabe. Es folgt bei nachgewiesenen Nestern eine Bestandszählung und soweit möglich Beurteilung der Bruterfolge. Bei Feststellung geeigneter aber fehlender Nistmöglichkeiten gilt es überzeugend Interesse zu wecken und helfend die Montage der Nisthilfen zu organisieren.
Aufgabe:
Anforderung:
Sie lernen dabei:
Zeitaufwand:
Kontakt:
Erfassung der Mehl- und Rauchschwalbennester, sowie auch die der Mauersegler in den einzelnen Stadtgebieten.
Umgang mit dem Stadtplan, Wissen über die Brutorte von Schwalbenarten und Mauerseglern.
Die schönen Schwalben und die besonders beeindruckenden Mauersegler kennen.
Zunächst unbestimmt oder etwa 2 x 5 Stunden pro Jahr (Juni und August)
Margarethe Hartmann, Schwalbenschutz@nabu-muehlheim.de
Text: Waltraud Huni; Fotos: 1 – 3: Thomas Below-Holzer, 4 – 6: Waltraud Huni, 29.09.2024